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Verbands-News

Juli 8, 2018 / GHE
Südliches Afrika im Hochschwarzwald bei der GHE Sommertagung

Die Mitglieder der German Healthcare Export Group e. V. (GHE) haben am 3. Juli 2018 auf Einladung der ATMOS MedizinTechnik GmbH & Co. KG in Lenzkirch getagt.

Unter dem Themenschwerpunkt „Südliches Afrika“ haben zwei Kenner der Region über die Marktentwicklungen und Handelsrisiken sowie die Gesundheitssysteme in Südafrika, Namibia und Botswana berichtet.

Edith Mosebach, GTAI – Zuständigkeitsbereich Afrika/Nahost, hat die aktuelle Wirtschaftslage sowie die Gesundheitsmärkte samt Entwicklung grundlegend dargestellt. Botswana sei der Musterschüler der Region mit großer Kontinuität in der Entwicklung und hohen Wachstumsraten. Namibia stehe vor größeren Kurskorrekturen. In Südafrika beginne mit dem neuen Präsidenten Cyril Ramaphosa, der Korruption eindämmen und Vertrauen ausländischer Investoren zurückgewinnen möchte, eine neue Ära.

Südafrika als der bedeutendste Markt bräuchte aus Expertensicht ein jährliches BIP-Wachstum von 5%, um die hohe Arbeitslosigkeit eindämmen zu können. Das für 2018 vom IWF geschätzte Wachstum sei mit 1,5% für ein Schwellenland wie Südafrika deutlich zu wenig, betonte Mosebach (1).Neue Zulassungsregelungen erschweren den Export für deutsche Medizintechnikunternehmen nach Südafrika. Medizinprodukte der Klassen B-D benötigen neuerdings eine Lizenz und müssen registriert werden. Der private Sektor des südafrikanischen Gesundheitsmarktes sei jedoch einer der besten weltweit und ein konstanter Abnehmer hochwertiger Medizintechnik. Demgegenüber stehe der öffentliche Gesundheitssektor vor dem Kollaps, so Mosebach.

Dr. Michael Rabbow, Senior Advisor, E&P Focus Africa Consulting GmbH, der lange im südlichen Afrika gelebt hat, appellierte an Deutschland, duale Ausbildung, Weiterbildung und Schulung nach Afrika zu bringen. Die deutsche Wirtschaft müsse dem Pessimismus Africanus entgegenwirken und die Chancen sehen, die die Entwicklungen in den afrikanischen Ländern böten.

Pierre Nasser, B. Braun Melsungen AG und Michael Koller, MMM Group München haben das Gesamtbild der Länder des südlichen Afrikas mit ihren Erfahrungen an praktischen Beispielen abgerundet. Beide haben mit ihren Erfahrungsberichten den GHE-Mitgliedern interessante und hilfreiche Einblicke gegeben. Nasser sieht den Schlüssel zu einem erfolgreichen Afrikageschäft darin, den richtigen Partner zu finden, das Zahlungsverhalten richtig einzuschätzen und die Registrierung zu meistern.

Es folgte die Mitgliederversammlung mit einem Tätigkeitsberichtes des 1. Vorsitzenden Ron Singer und internen Themen.

(1) IWF, World Economic Outlook April 2018