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April 25, 2018 / Siemens Healthcare GmbH
Siemens Healthineers und Hermes Pardini-Gruppe entwickeln bahnbrechendes automatisiertes Labor mit Atellica Solution

Die Initiative „The Enterprise Project“ der Hermes Pardini-Gruppe umfasst mehr als 50 Atellica Solution-Analysesysteme von Siemens Healthineers

Ziel des Projekts ist ein automatisiertes Labor mit bislang unerreichtem Probenvolumen und wird voraussichtlich 110 Millionen Proberöhrchen pro Jahr aus ganz Brasilien verarbeiten

Siemens Healthineers strebt in der gemeinschaftlichen Initiative „The Enterprise Project“ mit der Hermes Pardini-Gruppe aus dem brasilianischen Minas Gerais eine bahnbrechende Transformation der Versorgung in der In-vitro-Diagnostik an. „The Enterprise Project“ ist das aktuell größte klinische Labor und wird nach Fertigstellung in der Lage sein, 110 Millionen Proberöhrchen pro Jahr abzuarbeiten. Siemens Healthineers hat in Zusammenarbeit mit Inpeco diese vollautomatisierte und multidisziplinäre Lösung eines bislang beispiellosen Ausmaßes konzipiert und wird diese zur Verfügung stellen: Sie wird 100 Analysesysteme umfassen, davon sind mehr als 50 Analysesysteme Atellica Solution1 für klinische Chemie und Immunologie von Siemens Healthineers, dem größten IVD-Lieferanten in diesem Projekt. Diese hochentwickelte Lösung automatisiert die klinischen und operativen Abläufe von der Probenannahme über die Analytik selbst bis hin zur Entsorgung der Proben. Das 3500 Quadratmeter große Labor befindet sich in Vespasiano, Grande Belo Horizonte in Minas Gerais, Brasilien und wird zukünftig rund um die Uhr in Betrieb sein. Vollständig einsatzbereit wird es voraussichtlich 2019 sein.

Atellica Solution wird die Hermes Pardini-Gruppe dabei unterstützen, operative Effizienz und hohe Qualität zu erzielen: eine kürzere Zeit für die Verfügbarkeit klinischer Ergebnissesowie niedrigere operative Kosten bei gleichzeitig genauen, verlässlichen und präzisen Ergebnissen. Atellica Solution liefert einen hohen Durchsatz, der durch die intelligente Probenführung mithilfe der patentierten bi-direktionalen magnetischen Probentransporttechnologie ermöglicht wird. Die präzisen Immunoassay-Analysesysteme mit hohem Durchsatz und kurzer Durchlaufzeit bieten die in der Branche höchste Produktivität pro Quadratmeter2: bis zu 440 Tests pro Stunde3.

„Atellica Solution kann echte Veränderungen in klinischen Laboren bewirken, da es Arbeitsabläufe tatsächlich verbessert und die Labormöglichkeiten erweitert“, erklärt Deepak Nath, Leiter von Siemens Healthineers Laboratory Diagnostics. „Laborleiter erkennen, welche Vorteile Atellica Solution ihren Laboren sowie medizinischem Fachpersonal und Patienten bringt. Als Ergebnis entstehen Projekte wie dieses, mit bis dahin ungekannten Dimensionen, die auf langfristige Effizienz, Nachhaltigkeit und Wachstum ausgelegt sind.“

„Die Gesamtlänge der Automation wird nach Fertigstellung 330 Metern betragen. Diese wird die Probenröhrchen vollautomatisch transportieren und an die entsprechenden Analysesysteme verteilen, die die vom medizinischen Fachpersonal angeforderten Tests durchführen“, erläutert Guilherme Collares, zuständiger Leiter der Hermes Pardini-Gruppe. „Anders als bei konventionellen Laborkonzepten, bei denen die Proben manuell zwischen verschiedenen Analysesystemen transportiert werden müssen, wird in unserem ‚Enterprise Lab‘ die auf nur einem Arbeitsablauf basierende One-Touch-Bedienung umgesetzt, die weitere manuelle Eingriffe überflüssig werden lässt, die Verfolgbarkeit der Proben jederzeit garantiert und die Zeit bis zum Ergebnis verringert. Atellica Solution und das größere Produktportfolio geben uns die Flexibilität, ein Labor zu schaffen, das genau unseren Bedürfnissen entspricht.“

„The Enterprise Project“ wird auch den Atellica Process Manager nutzen, eine IT-Lösung, die unter anderem eine 3D-Ansicht der Laborkonfiguration liefert: So kann das Bedienpersonal auf Warnmeldungen reagieren, Instrumente und Reagenzien aus der Ferne steuern und den Testfortschritt in Echtzeit sehen. Zudem beinhaltet diese Lösung fortschrittliche Analyse- und Berichtsmöglichkeiten. Siemens Healthineers wird den ersten zentralen Steuer- und Kontrollraum für ein Labor umsetzen: eine zentraleManagementstelle für eine ganzheitliche, operative Abwicklung im Zentrallabor Vespasiano sowie weiteren, untergeordneten Hermes Pardini-Laboreinheiten in São Paulo, Rio de Janeiro, Goiania und Belo Horizonte.

Dieses neue und differenzierte Geschäftsmodell für Labore ähnelt Initiativen, die bereits in anderen Industriezweigen, beispielsweise der Autobranche, Anwendung finden. Es wurde entwickelt, um die Produktivität und Qualität zu steigern und unerwünschte Variationen zu verringern, den Durchsatz zu erhöhen und die operativen Kosten zu senken.

1Abhängig vom Testspektrum
2Gegenüber führenden IVD-Marktwettbewerbern
3Konfigurationsabhängig