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Verbands-News

November 16, 2018 / GHE
Digitalisierung im Gesundheitswesen – drei Praxisbeispiele

Digitalisierung – mit Stichworten wie vernetztes Krankenhaus, digitale Transformation, Künstliche Intelligenz, Analyse großer Datenbestände mittels Algorithmen (Big Data) sowie Daten- und Cybersicherheit – ist in der Gesundheitsbranche und auch auf der MEDICA in aller Munde. Die Umsetzung hat jedoch oftmals noch nicht das erwünschte Level erreicht.

Es gilt zukünftig, die zentralen Herausforderungen der Digitalisierung und Vernetzung ganzheitlich zu meistern und die Strukturen des Gesundheitswesens in Deutschland entsprechend anzupassen. In naher Zukunft zahlreiche Daten zu verbinden, stellt eine große Chance für die deutsche Gesundheitsversorgung dar. Digitale Anwendungen können den Arzt bei der Behandlung unterstützen und Effizienz und Qualität optimieren. Wobei der Patient immer im Mittelpunkt digitaler Gesundheitsversorgung stehen sollte.

Aber auch jedes einzelne Unternehmen muss sich der Digitalisierung mit seinen Chancen und Risiken stellen. „Viele Mitgliedsunternehmen der GHE praktizieren die Digitalisierung in ihren Spezialgebieten bereits sehr erfolgreich“, betont Ron Singer, 1. Vorsitzender der GHE.
Auf der GHE-Pressekonferenz „Digitalisierung in der Medizintechnik. Exzellente Leistung der GHE-Mitglieder“ am 12. November 2018 in Düsseldorf haben drei GHE-Mitgliedsunternehmen ihre exzellenten Leistungen und Erfolgsstories vorgestellt.

Effizienzsteigerung durch Workflowoptimierung in der HNO-Diagnose

„Digitalisierung ist nicht mehr aufzuhalten. Die Patienteninformationen müssen heute jedem Healthcare Professional, der die Berechtigung hat, jederzeit und überall zugänglich sein“, erklärt Maik Greiser, Gesellschafter und Geschäftsführer, ATMOS MedizinTechnik GmbH & Co. KG.

ATMOS bietet mit ATMOS®360° diagnostics ein modular erweiterbares Komplettprogramm aus anbindungsfähigen Modulen und Geräten mit der dazugehörigen Bediensoftware für eine schnelle, sichere und wirtschaftliche HNO-Diagnose. Greiser stellt dar, wie die Einbindung der HNO-Diagnostik in vorhandene Strukturen der Patientenverwaltung sehr einfach funktionieren kann. „Mit unserer Digitalisierungslösung begleiten wir den Patienten von der Aufnahme über die einzelnen Diagnose- und Behandlungsschritte und bilden die gesamte Patientenhistorie intuitiv und sicher ab“, beschreibt Greiser.

Für den medizinischen Anwender liegt der Hauptnutzen dabei in der Effizienzsteigerung. „In einer chinesischen HNO-Krankenhausambulanz konnten wir durch den Einsatz von ATMOS®360° diagnostics die Fallzahlen von durchschnittlich 80 Patienten pro Arzt und Tag auf durchschnittlich 120 erhöhen, also um 50%“, fasst Greiser den Erfolg in Zahlen.2

Alles auf einen Blick: ATMOS Software vereint alle für die HNO-Diagnostik relevanten Messverfahren
Alles auf einen Blick: ATMOS Software vereint alle für die HNO-Diagnostik relevanten Messverfahren

Erhöhung der Patientensicherheit durch automatische Übertragung von Messwerten in die digitale Patientenakte

Größe und Gewicht sind im klinischen Umfeld entscheidende Parameter, wenn es um Diagnostik, Medikation und Monitoring geht. Mit der Babywaage seca 336i bringt seca mehr Effizienz und Patientensicherheit auf Säuglingsstationen. Dank der Ausstattung mit WLAN und digitalem Messstab überträgt sie Daten direkt in die digitale Patientenakte, so dass Übertragungsfehler ausgeschlossen sind. „Insbesondere bei Säuglingen kommt es auf höchste Präzision der Parameter an“, betont Andreas Otto, Product Manager bei seca Medizinische Messsysteme gmbh & co.kg.

„Die Digitalisierung bietet uns neben technischen Herausforderungen vor allem Chancen. Als Systemanbieter können wir mit Software- und Service Dienstleistungen neue Geschäftsmodelle entwickeln, die weit über Messgeräte und Waagen hinausgehen“, ist Otto überzeugt. „In den USA haben die positiven Ergebnisse eines Pilotprojektes in einem Kinderkrankenhaus in puncto Erhöhung der Patientensicherheit und Fehlervermeidung überzeugt und zur kompletten Umstellung auf seca Waagen geführt“.

Manuelle Dokumentation birgt hohes Fehlerpotential
Manuelle Dokumentation birgt hohes Fehlerpotential
seca 336i: Digitalisierung von Routineaufgaben steigert Effizienz und Patientensicherheit
seca 336i: Digitalisierung von Routineaufgaben steigert Effizienz und Patientensicherheit

Darstellung und Integration medizinischer Bilder bei hochkomplexen Operationen

„EIZO liefert eine individuelle Gesamtlösung zum vereinheitlichten Austausch verschiedenster medizinischer Kommunikationsstandards (HL7, Dicom) untereinander. Damit schaffen wir für unsere Kunden eine sichere, funktionsfähige Schnittstelle“, erläutert Matthias Lubkowitz, Vice President OR Solutions, EIZO GmbH.
Lubkowitz berichtet von der erfolgreichen Anwendung der EIZO Hardware, wie z. B. dem Surgical Panel SP2-24-49, zur Darstellung medizinischer Bilder sowie der EIZO Software CuratOR Caliop zur OP Integration in die modernsten Hybrid-OP’s der Luxembourger Herzklinik INCCI. Dieses vereinfacht das schnelle Abrufen verschiedenster Bildmaterialien und das Handling von Patientendaten während der Operation. Auch Kommunikation zu Röntgenrobotern sowie der Einsatz bei Videokonferenzen sind möglich.

„Unser Alleinstellungsmerkmal ist neben der Beratung die Schnittstellenanpassung, die wir für den Kunden vornehmen. Das war auch ein wichtiger Part bei der Einrichtung der Hybrid-OPs in der Luxemburger Herzklinik INCCI“, sagt Lubkowitz.

Operation Room INCCI
Operation Room INCCI
Surgical Panel SP2-24-49
Surgical Panel SP2-24-49

Die German Healthcare Export Group e. V. (GHE) repräsentiert als deutscher Exportverband der Medizintechnik seit über 25 Jahren erfolgreich rund 70 % der Ausstattung eines Krankenhauses. Die GHE vertritt ca. 50 Industrie- und Handelsunternehmen der Medizintechnikbranche.
Die Medizinprodukteindustrie beschäftigt in Deutschland rund 200.000 Menschen und investiert ca. neun Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung neuer Produkte und Verfahren.