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6. Außenwirtschaftstag

 

 

Bereits zum 6. Mal haben sich rund 200 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Verbänden zum Außenwirtschaftstag Medizintechnik, Pharma und Labortechnik im Auswärtigen Amt in Berlin getroffen.

Die Fotogalerie gibt die positiv-dynamische Stimmung des gelungenen Branchentreffs der Exportwirtschaft wieder. Sie zeigt die Teilnehmer beim intensiven Austausch zu aktuellen internationalen Themen und bei „Netzwerken“ in den Pausen, beim interessierten Verfolgen der Vorträge und der Podiumsdiskussion sowie bei Diskussionen in neun Länder- und Themen-Foren. Die Teilnehmer konnten Neues mit nach Hause nehmen und Anregungen für ihre Unternehmen gewinnen, um die globalen Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

Die Vorträge haben die derzeitige Weltlage und die damit verbundenen Geschäftsentwicklungen der Unternehmen beleuchtet.

Dabei wurden die Teilnehmer von Prof. Vöpel, Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsinstituts (HWWI), recht nachdenklich gestimmt. Er sieht große Unsicherheit an den Märkten. Investitionen werden zurückgehalten. Seine Prognose für die nächsten zwei bis drei Jahre ist singuläre Stagnation mit einem moderaten Wachstum der Weltwirtschaft. In Europa erwartet er 1%, in den USA 2% und in China 5% Wachstum. Doch die Gesundheitsversorgung sei eine Zukunftsbrache für die er einen stabilen Trend sieht. „In der Gesundheitswirtschaft haben Sie alle Chancen eine Weltwirtschaft, die in Unsicherheit befangen ist, in Angriff zu nehmen und durch gutes Verstehen der Zielmärkte marktgerechte, erfolgreiche Produkte zu entwickeln“, so Vöpel.

Dr. Reinhold Festge, persönlich haftender Gesellschafter der Haver & Boecker OHG, kann aus der Sicht des Mittelstandes der derzeitigen Situation durchaus Positives abgewinnen. Er findet, dass Deutschland etwas zu bieten habe und stark sei. Deutschland habe eine gute Ausgangslage mit hervorragend ausgebildeter Arbeitnehmerschaft, mit dem besten Bildungssystem, Vollbeschäftigung und sei darüber hinaus in vielen Feldern der Technik führend. Nichts desto trotz plädiert er angesichts der globalen Herausforderungen für ein schnelles Umdenken, da wir uns im Umbruch mit schnellen Veränderungen befänden. „Industrie 4.0 bringt uns nach vorne“, betont Festge, müsse sich aber für das Unternehmen und die Kunden rechnen.

In den Foren wurden explizit Themen aufgegriffen, die den exportorientierten Unternehmen unter den Nägeln brennen. Dabei konnte in kleineren Gruppen viel tiefer ins Detail gegangen und auf die aktuellen Fragestellungen der Branche eingegangen werden.

Die GHE hat die beiden Foren “Golfstaaten – Schwerpunkt Iran” und “E-Health/Digitalisierung: Austausch von medizinischen Informationen zwischen Einrichtungen im Gesundheitswesen” gestaltet. Das Interesse an diese Themen war außerordentlich groß. Beide Foren waren mit 35 bzw. 50 Teilnehmern überaus stark besetzt. Die Golfstaaten bieten für die Medizintechnik gute Exportchancen. Deutschland ist im Iran Partner Nummer 1. Der langfristige Erfolg deutscher Unternehmen im Iran beruht auf nachhaltiger Pflege von Geschäftsbeziehungen und gründet sich auf die gute Qualität deutscher Produkte. Der Iran wird als interessanter Markt mit guten Wachstumsprognosen gesehen.

Darüber hinaus gab es Länderforen zu den Themen „Außen- und sicherheitspolitische Bewertung in Krisensituationen“, „Chancen in der ASEAN-Region“, „Chancen in Mexiko, Kolumbien und Kuba“ sowie „Zukunftsmarkt Afrika – Potentiale für die deutsche Pharmaindustrie“.

Die Themenforen beschäftigten sich mit den Schwerpunkten „Finanzierung im Exportgeschäft“, „Konsortialbildung“ und „Lokale Produktion, Patente und Zulassungen – Hindernisse für deutsche Arzneimittelhersteller im Exportgeschäft“.

Die Panel waren jeweils mit Experten zum jeweiligen Thema und Markt besetzt. Nach kurzen Impulsvorträgen konnten die Panelteilnehmer ihre Fragen stellen und mit den Experten detailliert diskutieren. Im Forum „Außen- und sicherheitspolitische Bewertung in Krisensituationen“ hat Mirko Schilbach, stellvertretender Referatsleiter des Krisenreaktionszentrums im Auswärtigen Amt, den Teilnehmern die vielfältigen Unterstützungsangebote des AA für Deutsche im Ausland vorgestellt. Das Krisenreaktionszentrum ist für Deutsche zuständig, die sich im Ausland aufhalten und Hilfe brauchen, gleichgültig ob Terroranschlag, Naturkatastrophe oder Unglücksfall. Im Forum Lokale Produktion, Patente und Zulassungen – Hindernisse für deutsche Arzneimittelhersteller im Exportgeschäft“ hatte Dr. Klaus-Jürgen Exner, langjähriger Mitarbeiter des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und heute für das AA tätig, den Vorsitz. Die Teilnehmer diskutierten ausgiebig u. a. den Schutz geistigen Eigentums und von Innovationen in Form von Patenten sowie regulatorische Hürden des chinesischen Marktes.

Bei der abschließenden Podiumsdiskussion mit den Staatssekretärinnen Brigitte Zypries, Bundeswirtschaftsministerium und Annette Widmann-Mauz, Gesundheitsministerium zeigte sich die Bedeutung einer unterstützenden, politischen Flankierung für die Exportgeschäfte. Einmal mehr hat sich im Laufe des Außenwirtschaftstages auch gezeigt, wie bedeutsam die Digitalisierung für die Gesundheitswirtschaft in Zukunft ist.

 

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